Über den Aufbau einer Yogastunde

Neugierig bin ich eine zeitlang durch die Yoga-Studios meiner Stadt gewandert. Und bestätigt hat sich der Eindruck – Yoga ist so vielfältig wie die Menschen, die es unterrichten und praktizieren. Wenngleich die Unterschiedlichkeit der Lehrenden die Besonderheit der unterschiedlichen Yogastunden maßgeblich mitbestimmt, so unterscheidet sich das, was unterrichtet wird doch auch in wesentlichen anderen Punkten. So geht es manchmal ohne Aufwärmen an das korrekte Ausrichten des Körpers, Atemtechniken werden nur fortgeschrittenen Schüler/innen unterrichtet, Meditation und Tiefenentspannungstechniken fehlen manchmal ganz und das Gefühl in einer Turnstunde gelandet zu sein, stellte sich auch mal ein. Gleichzeitig habe ich auch Dinge kennengelernt, die mich motiviert haben näher hinzuschauen. Was also macht eine gute Yogastunde aus?

Die Yoga Vidya Grundreihe ist so aufgebaut, dass sie die körperlichen, energetischen, geistig-emotionalen und spirituellen Wirkung der Yogastellungen ins Fließen bringen kann. Das lässt sich nur ansatzweise in Worten beschreiben und der Satz von Swami Sivananda, in dessen Tradition wir Yoga üben bewahrheitet sich immer wieder: „Ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen an Theorie“. Die Erfahrung nach einer Yoga Vidya Stunde hat sich für mich in dieser Intensität bisher nach keiner anderen Stunde so eingestellt. Ich bin da aber weiterhin offen für Neues….

Der Aufbau einer Yogastunde, orientiert an der Yoga Vidya Grundreihe, angepasst an die jeweiligen Übenden mit der ganzen Bandbreite der situationsangepassten Variationsmöglichkeiten, ist daher für mich ein hohes Gut, dessen Wert man wirklich erfahren muss, um es zu verstehen.

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