Yoga passt sich den Übenden an….

Immer wieder fallen mir Artikel und Beschreibungen in die Hände, wie eine Asana auszusehen hat. Bebildert ist das Ganze mit schlanken beweglichen Menschen in akrobatisch anmutenden Yogahaltungen. Na ja, so jemanden sehe ich eher selten in meinen Yogastunden.

Jeder kann Yoga üben – dafür muss man nicht besonders beweglich, sportlich oder gar schlank sein.

Jeder Körper ist anders und wer glaubt, anatomisch genormte Bilder vom Bau des menschlichen Körpers bilden die Wirklichkeit ab, der täuscht sich gewaltig.

Manche Unterschiede sind  offensichtlich wie Körpergröße, Beinlängen, Hautfarbe  und Bauchumfang. Andere Unterschiede wie z.B. Stellung und Aufbau der einzelnen Gelenke zeigt sich manchmal erst in den individuellen Bewegungsmöglichkeiten.

Verletzungen, ungleichmäßige Belastungen, Krankheit  und viele andere Faktoren sorgen dafür, dass jeder Mensch auf der Matte andere Voraussetzungen mitbringt.

Manche Yogaübende haben sich seit vielen Jahren nicht mehr viel bewegt und andere suchen einen Ausgleich zum Leistungssport.

Das wunderbare am Yoga ist, es  findet sich immer eine Übungsvariante, die auf den individuellen Menschen passt. Es geht nicht darum, den Menschen in eine Haltung zu bringen, wie sie im Lehrbuch beschrieben ist, sondern das Ziel ist es, das die Yoga-Praxis den individuelle Übenden weiter bringt.

Manche Menschen möchten sich erst mal auspowern –  was spricht gegen 108 Sonnengrüße?

Andere haben Beschwerden im Rücken und brauchen vor der eigentlichen Asanapraxis ganz viele Krokodils Übungen.

Die muntere Seniorengruppe übt Gleichgewichtsübungen und die Yogastunde nach Büroschluß ist voll mit Menschen, die die richtige Dosis aus Anstrengung und Entspannung suchen.

Egal, ob auf der Matte, auf dem Stuhl oder im Bett – Yoga üben geht immer!

Über den Aufbau einer Yogastunde

Neugierig bin ich eine zeitlang durch die Yoga-Studios meiner Stadt gewandert. Und bestätigt hat sich der Eindruck – Yoga ist so vielfältig wie die Menschen, die es unterrichten und praktizieren. Wenngleich die Unterschiedlichkeit der Lehrenden die Besonderheit der unterschiedlichen Yogastunden maßgeblich mitbestimmt, so unterscheidet sich das, was unterrichtet wird doch auch in wesentlichen anderen Punkten. So geht es manchmal ohne Aufwärmen an das korrekte Ausrichten des Körpers, Atemtechniken werden nur fortgeschrittenen Schüler/innen unterrichtet, Meditation und Tiefenentspannungstechniken fehlen manchmal ganz und das Gefühl in einer Turnstunde gelandet zu sein, stellte sich auch mal ein. Gleichzeitig habe ich auch Dinge kennengelernt, die mich motiviert haben näher hinzuschauen. Was also macht eine gute Yogastunde aus?

Die Yoga Vidya Grundreihe ist so aufgebaut, dass sie die körperlichen, energetischen, geistig-emotionalen und spirituellen Wirkung der Yogastellungen ins Fließen bringen kann. Das lässt sich nur ansatzweise in Worten beschreiben und der Satz von Swami Sivananda, in dessen Tradition wir Yoga üben bewahrheitet sich immer wieder: „Ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen an Theorie“. Die Erfahrung nach einer Yoga Vidya Stunde hat sich für mich in dieser Intensität bisher nach keiner anderen Stunde so eingestellt. Ich bin da aber weiterhin offen für Neues….

Der Aufbau einer Yogastunde, orientiert an der Yoga Vidya Grundreihe, angepasst an die jeweiligen Übenden mit der ganzen Bandbreite der situationsangepassten Variationsmöglichkeiten, ist daher für mich ein hohes Gut, dessen Wert man wirklich erfahren muss, um es zu verstehen.

Willkommen!

 

Du hast die neue Seite über Yoga und Meditation entdeckt.

Sie wird sich bald füllen mit Inspirierenden und Wissenswerten rund um Yoga und Meditation.

Zusätzlich findest du Tipps und Veranstaltungshinweise für Yogaübende in und um Münster.

 

Viel Spaß beim Lesen!

Mangala